12-05-2012

Mahnwachenfeier - 1.111 Stunde Mahnwache und Einweihung neues Zelt

11.05.2012 |

Statement der IG Metall zur Rittal Pressemitteilung vom 10.05.2012

Verbreitung von Lügen, Halb- und Unwahrheiten

Die schamlose Verbreitung von Lügen, Halb- und Unwahrheiten durch das Rittal Management macht deutlich, wie wenig gute Argument man bei Rittal in der aktuellen Auseinandersetzung um tarifliche Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen hat.

Das jedenfalls sagen wir. Die am Freitag veröffentlichte Presseerklärung des Unternehmens ist der durchsichtige und letzte verzweifelte Versuch die Öffentlichkeit über das bei Rittal herrschende Unrechtsregime hinwegzutäuschen.

So behaupte das Unternehmen in seiner Presseerklärung beispielsweise, seit der„Krise“ 2010 habe man am Standort Rennerod die Belegschaft um ein Drittel aufgebaut. Was aber verschwiegen wird ist, dass Rittal mit Beginn der Krise sofort alle Leiharbeiter entlassen und alle befristet Beschäftigten vor die Tür gesetzt hat. Innerhalb weniger Wochen sank die Beschäftigtenzahl damals von rund 260 auf nur noch 168 Mitarbeiter (!). Und wenn danach wieder ein paar Stellen neu besetzt wurden, dann weil Rittal aufgrund der Auftragslage musste, nicht weil man besonders „sozial“ war. Übrigens, während in Rennerod damals über 100 Beschäftigte in die Arbeitslosigkeit entlassen wurden, machte Rittal laut eigenen Angaben selbst in der Krise noch mehrere 100 Millionen Euro Gewinn.

Eine weitere Lüge ist die Behauptung von Geschäftsführer Weiher, das Paket habe nur Vorteile für die Beschäftigten. Denn was der Geschäftsführer verschweigt, ist der „Preis“, den die Belegschaft für die sogenannte Arbeitszeitverkürzung zusätzlich zahlen muss. Lohneinbußen in einem neuen Prämienlohnsystem und am Samstag regelmäßig arbeiten. Das ist die Wahrheit die den Beschäftigten derzeit vorenthalten wird. Wenn Lügen wirklich kurze Beine haben würden, dann müsste Herr Weiher wohl in Zukunft bei jedem Schritt laut aufschreien.

Wie unsozial es bei Rittal wirklich zugeht zeigen aktuelle Begebenheiten im Unternehmen.

Mehreren befristet Beschäftigten wurde mitgeteilt, dass man „leider“ die Arbeitsverhältnisse nach Ablauf der Befristung (zum Teil 24 Monate) nicht fortsetzen könne. Danach wurden diese Beschäftigten arbeitslos. Gleichzeitig jedoch will das Unternehmen immer mehr billige Leiharbeitskräfte einstellen. Dieses Lohndumping hat bei Rittal Methode. Befristungen ausschöpfen und dann durch noch billigere Leiharbeit ersetzen.

An diesen Beispielen zeigt sich unserer Meinung nach die ganze Unmoral des Rittal-Managements, aber letztlich auch die des Firmeninhabers. Reguläre Beschäftigung wird durch Billigstarbeitskräfte ersetzt. Die Zeche zahlen die Betroffenen und jeder anständige Mensch in der Region. Wir alle zahlen mit unseren Beiträgen und Steuern das Lohndumping bei Rittal. Wen kann es da wundern, dass der Inhaber immer reicher und die Beschäftigten immer ärmer werden.

Niemand neidet Friedhelm Loh seine Milliarden, aber wer auf diese Weise noch reicherwerden will, der muss auf die Verachtung aller anständigen Menschen in der Region stoßen.

Wie lange will sich die Politik eigentlich noch mit Auftritten von Herrn Loh schmücken und wie lange kann sich der Zentralverband der Deutschen Elektroindustrie, ZVEI, dessen Präsident Friedhelm Loh ist, diesen Vorsitzenden eigentlich noch leisten?

Der ZVEI wirbt auf seiner Homepage mit sozialem und demokratischem Engagement, doch der Vorsitzende des Verbands tritt die Menschenwürde mit Füßen. Da müssen sich die Mitgliedsfirmen im ZVEI jetzt mal entscheiden.

09.05.2012 |

Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie

Blockade total

Die 4. Tarifverhandlung für die 400.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen wurde am Mittwoch in Zweibrücken ohne Ergebnis vertagt. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht festgelegt.

Bezirksleiter und Verhandlungsführer Armin Schild erklärte nach den Verhandlungen: „Wir erlebten die totale Blockadehaltung. Die Arbeitgeber der Mittelgruppe haben sich selbst in eine ideologische Zwickmühle manövriert. Sie haben versucht, ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit gegen Tarifforderungen zu mobilisieren, die die IG Metall nie gestellt hat. Jetzt spielen sie auf Zeit und sind noch nicht einmal in der Lage einen Verhandlungstermin zu nennen."

Die IG Metall habe ebenso wenig eine Zwangsübernahme gefordert, wie sie ein faktisches Verbot von Leiharbeit anstrebe, sagte Schild nach den Verhandlungen. Besonders enttäuschend sei für die Mitglieder der IG Metall die Verweigerung eines verbesserten Entgeltangebotes.

Die IG Metall im Bezirk Frankfurt kündigte an, jetzt würden Gespräche mit den Betriebsräten über die politische und logistische Vorbereitung einer Urabstimmung begonnen. „Bis zum 15. Mai haben wir den Arbeitgebern Zeit gegeben, dann ist der point of no return überschritten", sagte Schild. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Tarifbewegung in Urabstimmung und Arbeitskampf münde, sei mit dem heutigen Verhandlungstermin größer und nicht kleiner geworden. Es bleibe dabei: „Einen Tarifabschluss gibt es mit uns nur, wenn es zu allen drei Forderungen eine befriedigende Lösung gibt."

Warnstreik bei Rittal RSC, Rennerod

Warnstreik bei Rittal RWG, Herborn

Redner: Gerd Spellerberg, Betriebsrat Sell GmbH
Redner: Ernst Richter, DGB Mittelhessen
07.05.2012 |

Warnstreik bei Rittal RWG und Rittal RSC

Die Beschäftigten kämpfen für einen Tarifvertrag

Seit 11 Uhr beteiligen sich über 90% der Frühschicht bei Rittal RSC GmbH & Co.KG, Rennerod und Rittal RWG GmbH & Co. KG, Herborn am 1. Warnstreik für einen Tarifvertrag bei Rittal.

04.05.2012 |

Tarifbewegung 2012 in der Metall- und Elektroindustrie

2500 Beschäftigte beteiligen sich an Warnstreiks

Zum Abschluss der ersten Warnstreikwoche ruft die IG Metall Herborn heute weitere Betriebe zum Warnstreik auf.
Damit haben wir in nur einer Woche insgesamt 23 Warnstreiks mit einer Dauer von 2 bis 5 Stunden in 29 Betrieben durchgeführt. Die Beteiligung war mit weit über 2500 Beschäftigten so hoch wie selten zuvor.
Das ist ein deutliches Signal an die Metallarbeitgeber ihr völlig unzureichendes "Angebot" deutlich nachzubessern. Bisher haben die Metallarbeitgeber lediglich eine Mogelpackung vorgelegt auf der 3 % draufstehen und nur 2,5 Prozent drin sind. Außerdem verweigern die Arbeitgeber eine Lösung bei der Übernahme der Auszubildenden und dem Einsatz von Leiharbeitnehmern.

Wenn die Arbeitgeber am 09.05.12, anlässlich der nächsten Verhandlung, nicht endlich ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen, werden wir die Dauer der Warnstreiks erhöhen!

01.05.2012 |

Tag der Arbeit

1. Mai in Herborn

Ein sonniger Tag der Arbeit in Herborn.
Zu Beginn der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie Hessen, den laufenden Verhandlungen um den Erhalt der Arbeitsplätze bei Teka in Haiger und der Auseinandersetzung der Kolleginnen und Kollegen zweier Rittal Standorte (Herborn und Rennerod) um einen Tarifvertrag, startete der Tag der Arbeit in Herborn mit einem Demonstrationszug, mit dem über 400 Menschen gemeinsam durch die Stadt zogen.
Bei schönestem Sonnenschein folgten im Anschluss über 1.000 Menschen der Kundgebung auf dem Marktplatz.
Zu guter Musik, kalten Getränken, Gegrilltem u.v.m. ließ man in Herborn den sonnigen Tag  mit einem großen Familienfest ausklingen.

Wir sagen DANKE für diesen 1. Mai in Herborn!

Teka-Belegschaft sagt Danke!
Hans-Peter Wieth, 1. Bevollmächtigter IG Metall Herborn
Dr. Zoubek, Bürgermeister Haiger
Priska Hintz, MdB, Bündnis 90 die Grünen
Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD Hessen
Wolfgang Schuster, Landrat
Delegiertenversammlung IG Metall Herborn
Verabschiedung aus der OV, Peter Simon und Werner Schäfer
Der IGM Bezirk Frankfurt, Gerd Brücker, gratuliert zur Wiederwahl
Gerd Spellerberg, 2. ehrenamtlicher Bevollmächtigter
Ortsvorstand der IG Metall Herborn, es fehlt Markus Feith.
21.04.2012 |

Neuwahlen in der IG Metall Herborn

Ein sagenhaftes Ergebnis

Hans-Peter Wieth wurde heute von der Delegiertenversammlung der IG Metall Herborn mit 100% der Stimmen für eine weitere Amtszeit zum 1. Bevollmächtigten gewählt.
Als 2. ehrenamtlichen Bevollmächtigen bestätigte die Delegiertenversammlung Gerd Spellerberg, Betriebsratsvorsitzender der Sell GmbH, mit 98,86% der Stimmen.

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Tarifrunde M+E Hessen 2012

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